Familien- und Kindertherapeut/in (Telos®)

„Familientherapeut/in (Telos®)“
„Kindertherapeut/in (Telos®)“

Nach dem Abschluss des Basis-Studiengangs kann der „Familientherapeut/in (Telos®)“ bzw. „Kindertherapeut/in (Telos®)“ erworben werden. Inhalt und Voraussetzungen dieser Zusatzqualifikationen sind im Folgenden beschrieben.

Alfred Adler gilt als Wegbereiter der heutigen Familientherapie. Seine Beiträge zur Theorie der psychodynamischen Zusammenhänge im Familiensystem sind in seinem Werk verstreut. Seine Methoden wurden in seiner Nachfolge weiterentwickelt.

In der Ehe-, Paar- und Erziehungsberatung, deren Methoden im Basis-Studiengang und im Aufbaustudiengang erarbeitet werden, stellt der Berater seine Erfahrungen zur Verfügung und vermittelt sein fachliches Wissen, um gemeinsam mit den Ratsuchenden Lösungen von einzelnen Problemen und begrenzten Konflikten zu finden. Dabei beachtet er die unbewussten Lebensstile und die daraus oftmals erwachsenden Widerstände der – Rat suchenden.

In der Familientherapie rücken die unbewussten gegenseitigen Beziehungen, Erwartungen und Abhängigkeiten der Familienmitglieder in den Blick. Sie sind Grundlage der Probleme. Die Interferenzen der unbewussten Lebensstile werden als Beziehungsgefüge erfahrbar gemacht. Jedes Familienmitglied, ob alt oder jung, braucht jedes andere, um das eigene Selbstwertgefühl zu sichern. Die Familientherapeut/in ist weniger „Experte für Konfliktlösungen“, als vielmehr Katalysator bei der Auflösung der sich gegenseitig bedingenden unbewussten Unwertgefühle der Familienmitglieder.

In der Kindertherapie sind auch spieltherapeutische Methoden nötig, um Entwicklungsverzögerungen und Verhaltensauffälligkeiten zu diagnostizieren und beeinflussen zu können.
Entsprechende theoretische und methodische Kenntnisse, verbunden mit der notwendigen Selbsterfahrung sind für die Zusatzqualifikation „Familientherapeut/in (Telos®)“ bzw. Kindertherapeut/in (Telos®)“ nachzuweisen. (Die Zusatzqualifikation „Kindertherapeut/in (Telos)“ ist nicht zu verwechseln mit der 5-jährigen gesetzlich geregelten Ausbildung „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut“, die 4.200 Stunden umfasst, mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen wird und Voraussetzung für selbständige heilkundliche Tätigkeit in eigener Praxis ist, (siehe Aufbaustudiengang)

Für diese beiden Zusatzqualifikationen müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

1. Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an weiteren 130 Stunden Theorie- und Methodenseminaren mit folgendem Inhalt:

a. Psychopathologie (Neurosen, Psychosen, Borderline-Störungen, Psychosomatosen, Süchte etc.)
b. Familienkonstellation, Familienatmosphäre, Familienideologie, Familienlegende, Familien-Lebensstil
c. Ermutigung
d. für Zusatzqualifikation „Familientherapeut/in (Telos®)“:

  • Familientherapeutische Arbeit mit dem Lebensstil
  • Familienrat
  • Paar-Therapie

e. für Zusatzqualifikation „Kindertherapeut/in (Telos®)“:

  • Spieltherapie
  • Arbeit mit den Bezugspersonen.

2. Nachweis über 80 Doppelstunden Selbsterfahrungsgruppe oder entsprechende Einzel-selbsterfahrung

3. für Zusatzqualifikation

a) „Familientherapeut/in (Telos®)“:
Nachweis über mindestens 150 Stunden Arbeit mit mindestens 10 verschiedenen Familien durch kurze Dokumentation der einzelnen Sitzungen und 30 Stunden diesbezügliche Gruppensupervision.

b) “Kindertherapeut/in (Telos®)“:
Nachweis über mindestens 150 Stunden Arbeit mit Kindern und ihren Bezugspersonen bei mindestens 10 verschiedenen Familien durch kurze Dokumentation der einzelnen Sitzungen und 30 Stunden Gruppensupervision.

4. Erfolgreiche Teilnahme an einer schriftlichen Prüfung (Fallbericht über eine Familientherapie bzw. Kindertherapie) und an einer mündlichen Prüfung über Theorie und Methodenlehre.

zu 1.
Theorie- und Methodenseminare anderer Veranstalter können nur dann angerechnet werden, wenn sie im Einzelfall vom Teilnehmer vorher gemeldet und vom Telos®-Institut ausdrücklich anerkannt worden sind.

zu 3. bis 4.
Selbsterfahrung und Supervision können nur bei dazu qualifizierten Dozenten des Telos®-Instituts absolviert werden.
Psychotherapien, die zur Behandlung einer Krankheit durchgeführt wurden, können auf die Weiterbildung nicht angerechnet werden.

Kosten:

Basisstudiengang: € 3.560,00
Selbsterfahrungsgruppe (80 DStd.): € 3.200,00
Gruppensupervision (30 Std.): € 750,00
Prüfungsgebühr/Abschlussprüfung: € 160,00
Verwaltungsgebühr (24 Monate): € 840,00
Summe: € 8.510,00

 

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